Amundi Investment Ausblick 2024

Mittwoch, 29. November 2023

Märkte

Amundirechnet für 2024 mit einer uneinheitlichen Wirtschaftsentwicklung, bei der sich das globale Wachstum allmählich abschwächt, während die Inflation bis zum Jahresende gedämpft, aber über den Zielen der Zentralbanken bleiben dürfte.In der Erwartung, dass die Krise im Nahen Osten nicht auf weitere Länder übergreift, wird es in erster Linie das verlangsamte Wachstum der Industrieländer sein, das den globalen Wirtschaftsausblick eintrübt.

Amundi prognostiziert für 2024 ein globales BIP-Wachstum von 2,5 %. Industrieländer sollten dabei durchschnittlich um 0,7 % wachsen, während das Wachstum der Schwellenländer bei 3,6 % liegen dürfte. 2025 erwartet Amundi ein reales BIP-Wachstum von global 2,7 %, 1,5 % in Industrieländern und 3,6 % in Schwellenländern.

Vincent Mortier, Group CIO von Amundi:2024 wird der Fokus vor allem auf qualitativ hochwertigen Staats- und Unternehmensanleihen liegen. Bei der Suche nach Wachstum stehen asiatische Aktien im Vordergrund, die von den guten wirtschaftlichen Aussichten in der Region profitieren sollten. Mit Blick auf Unternehmen sehen wir Chancen bei langfristigen Themen wie der Energiewende oder künstlicher Intelligenz. Die Anleger werden jedoch bis zur zweiten Jahreshälfte warten müssen, um sich dann verstärkt europäischen Aktien zuzuwenden."

Monica Defend, Leiterin des Amundi Investment Institute: „Eine Trendwende bei Wachstum, Inflation und Geldpolitik wird Anlegern im Laufe des Jahres Gelegenheiten bieten, verstärkt wieder in Risky Assets zu investieren."

Das zentrale Szenario zeigt verlangsamtes und fragmentiertes Wachstum

Die Wachstumsunterschiede zwischen Industrie- und den Schwellenländern dürfte 2024 ein Fünfjahreshoch erreichen. Während das Wachstum in der Eurozone leicht positiv bleiben dürfte, erwarten wir für die USA in der ersten Hälfte des Jahres eine leichte Rezession. Zwar lässt das Wachstum in Japan etwas nach, verbleibt aber auf einem höheren Niveau als in den zuvor genannten Regionen. Schwellenländer zeigen sich widerstandsfähiger, weisen aber eine stärkere Fragmentierung auf, wobei besonders Asien deutlich von den Investitionsströmen profitieren wird.

  • USA: Amundi geht in der ersten Jahreshälfte 2024 von einer leichten Rezession aus, da sich die angespannten finanziellen Bedingungen auf den Konsum und entsprechende Unternehmen auswirken werden. Im zweiten Halbjahr wird sich das Wachstum wahrscheinlich unter seinem möglichen Potenzial stabilisieren und die Inflation sich dem Zielwert annähern. Die prognostizierte Wachstumsrate liegt bei 0,6 % für 2024 und 1,6 % für 2025.
  • Europa - Das Wachstum in der Eurozone dürfte niedrig bleiben, mit einer unterschiedlichen Dynamik in den einzelnen Ländern, da die Fiskalpolitik zusätzlich zu der bereits straffen Geldpolitik restriktiver wird. Amundi erwartet sowohl für die Eurozone als auch für Großbritannien ein Wachstum von 0,5 % für 2024 1,2 % und 1,3 % für 2025.
  • Schwellenländer steuern angesichts der schwachen globalen Nachfrage auf einen zyklischen Abschwung zu. In China werden auch die zusätzlichen fiskalpolitischen Anreize den Trend zu einem schwächeren Wachstum nicht umkehren (3,9 % für 2024 und 3,4 % für 2025). Indien hingegen entwickelt sich zu einer neuen Macht mit sehr guten wirtschaftlichen Aussichten dank starker Binnennachfrage und Investitionen (6,0 % Wachstum für 2024 und 5,2 % für 2025). Großes Entwicklungspotenzial sieht Amundi bei Ländern, die im Zentrum neuer Lieferketten in Asien liegen. Auch rohstoffreiche Länder – gerade in Lateinamerika – sollten sich besser entwickeln.

 

Zentralbanken: Wann kommt die Zinswende?

Angesichts der schwächeren Nachfrage dürfte sich die Inflation bis Ende 2024 den Zielen der Zentralbanken annähern. Risiken für eine höhere Inflation bestehen weiterhin mit Blick auf die Energiewende und die globale Neuausrichtung, was zu einem Anstieg der Energie- und Lebensmittelpreise führen könnte.

Wir erwarten seitens der Zentralbanken der Industrieländer im ersten Halbjahr eine Zinspause, bis die Inflation weiter unter Kontrolle ist. Die Inflation in den USA wird die Reaktion der Fed beeinflussen und damit auch die Tiefe der Rezession. Amundi erwartet, dass die Fed und die EZB die Zinssätze 2024 um insgesamt 150 bzw. 125 Basispunkte senken werden. In Schwellenländern hält die Disinflation an, und die Zentralbanken haben einen gewissen Spielraum für Zinssenkungen. Aber auch hier gilt es, die Risiken eines neuerlichen Inflationsanstieges im Auge zu behalten.

Die Asset Allokation lebt 2024 von Dynamik

2024 wird von einem fragmentierten Wirtschaftsausblick geprägt sein. Die großen Bewertungsunterschiede und die Reduktion von überschüssiger Liquidität werden zu einer höheren Aktienvolatilität führen. Geringeres Wachstum und niedrigere Inflation könnten die Rückkehr zu einer negativen Korrelation zwischen Anleihen und Aktien begünstigen. Diese Entwicklung sollte im Sinne der Diversifikation vor allem Multi-Asset Portfolios zu Gute kommen. Sachwerte und alternative Anlagen (wie Makro- und festverzinsliche Hedge-Fonds) können die traditionelle Diversifizierung weiter ergänzen. Gold kann als Schutz vor geopolitischen Risiken gesehen werden, und einige Rohstoffe könnten dabei helfen, sich gegen die Inflation abzusichern.

  • Festverzinsliche Wertpapiere stehen aufgrund hoher Zinsen im Fokus – Qualitätsanleihen (Staats- oder Unternehmensanleihen) sind zu Beginn 2024 die bevorzugte Anlageklasse. Hier gilt es allmählich die Duration zu erhöhen und sich auf Investment-Grade-Anleihen, Schwellenländeranleihen in Hartwährungen und kurzfristige Euro-Hochzinsanleihen zu konzentrieren. Mit einer ersten Zinssenkung der US-Notenbank erwarten wir eine Abschwächung des US-Dollar. Hiervon sollten vor allem Schwellenländeranleihen in lokaler Währung profitieren. US-Hochzinsanleihen könnten im ersten Halbjahr durch hohe Refinanzierungskosten unter Druck geraten, sich aber wieder erholen, wenn sich die finanziellen Bedingungen im zweiten Halbjahr entspannen.
  • Widerstandsfähigkeit im Aktienportfolio – Zum Jahresbeginn empfiehlt Amundi eine defensive Strategie mit einem Fokus auf nachhaltige Dividenden, Qualität und geringe Volatilität. Schwerpunkte sind hier Value orientierte Werte in den USA und Japan. Wenn die Fed die Zinsen senkt, sollten mehr zyklischere Märkten und Sektoren wie Europa, Schwellenländer und Small Caps ins Portfolio. Bei Aktien sollte ein besonderes Augenmerk auch auf Sonderthemen wie die Energiewende, das Gesundheitswesen und künstliche Intelligenz gelegt werden.
  • Schwellenländer sind ein wichtiger Performance-Motor – Bis zu einem möglichen Umschwung der Fed sind festverzinsliche Schuldtitel in Hartwährung eine gute Wahl. Nach einer Zinssenkung können diese noch mit Schuldtiteln in lokaler Währung ergänzt werden. Bei den Schwellenländeraktien geht Amundi von einer Erholung der Renditen aus, insbesondere in Asien. Wichtig werden im Laufe des Jahres wahrscheinlich Nearshoring-Themen, langfristige Erfolgsgeschichten wie Indien und Gewinner der Energiewende (Rohstoffexporteure wie Brasilien) und des technologischen Fortschritts (China).
  • Angesichts der Erwartung eines schwächeren US-Dollars wird das Währungsmanagement im Jahr 2024 ein Schlüsselfaktor sein.

  

 

Wichtige Hinweise

Dies ist eine Marketingmitteilung. Die Inhalte dieser Unterlage wurden ausschließlich zu Informationszwecken erstellt und stellen weder ein Angebot, Empfehlung oder Aufforderung dar, in Investmentfonds, Wertpapiere, Indizes oder Märkte zu investieren, auf die Bezug genommen wird, noch handelt es sich um eine unabhängige Finanzanalyse. Sie dienen insbesondere nicht dazu, eine individuelle Anlage- oder sonstige Beratung (insbesondere Rechts- oder Steuerberatung) zu ersetzen. Jede konkrete Veranlagung sollte erst nach einem Beratungsgespräch erfolgen. Diese Unterlage soll keine Basis für Verträge, Verpflichtungen oder Informationen bilden, ebenso wenig soll auf diese Unterlage in Verbindung mit Verträgen oder Verpflichtungen oder Informationen Bezug genommen werden.

Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung von Investmentfonds, Wertpapieren, Indizes oder Märkten zu. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen.

Alle Einschätzungen oder Feststellungen stellen den Meinungsstand zu einem bestimmten Zeitpunkt dar und können ohne Verständigung abgeändert werden. Die Informationen, Einschätzungen oder Feststellungen in dieser Unterlage wurden auf Basis von Informationen aus Quellen erstellt oder getroffen, die nach bestem Wissen als verlässlich eingestuft wurden. Falls nicht anders angegeben ist die Quelle die Amundi Austria GmbH. Es wird jedoch weder ausdrücklich noch implizit eine Aussage oder Zusicherung über die Richtigkeit oder Vollständigkeit abgegeben. Weder die Amundi Austria GmbH noch eine andere Gesellschaft der Amundi Gruppe übernimmt daher eine Haftung für etwaige Verluste, die direkt oder indirekt aus der Verwertung jeglicher in diesem Dokument enthaltenen Information entstehen.

Die Basisinformationsblätter (BIP) und die Prospekte bzw. Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG der von Amundi in Österreich öffentlich angebotenen Investmentfonds stehen den Interessenten in deutscher bzw. englischer Sprache in ihrer jeweils aktuellen Fassung unter www.amundi.at kostenlos zur Verfügung.