CIO Views: Ausblick 2019 – Fokus auf Fundamentaldaten

Montag, 07. Januar 2019

Märkte

In den aktuellen „Global Investment Views – January 2019“
präsentieren Pascal Blanqué (Group Chief Investment Officer)
und Vincent Mortier (Deputy Group Chief Investment Officer)
ihren Ausblick für 2019.

Key Takeaways:

Anleger sind mit einem unruhigen Umfeld konfrontiert. Wir sind der Meinung, dass es 2019 wesentlich sein wird, drei Bereiche zu betrachten:

1. Was kommt nach der Verlangsamung der Wirtschaftsdynamik?                                                                     

Es ist an der Zeit zu prüfen, wohin sich die Wirtschaft nach der synchronisierten Abschwächung bewegt, die der Markt jetzt eingepreist hat. Eine globale Rezession ist nicht das zentrale Szenario. Die US-Wirtschaft genießt nach wie vor ein solides Wachstum und sollte, ohne einen großen politischen Fehler (von der Fed oder Trump), weiter wachsen, wenn auch langsamer. Die Verlangsamung in Europa ist ausgeprägter, da sie die Hauptlast mehrerer politischer Probleme trägt (Brexit, Italien und in letzter Zeit Frankreich). Da die Risiken jedoch teilweise abkühlen oder abschwächen (Abnahme der Handelsspannungen, schwächere Ölpreise, Europawahlen im Mai), erwarten wir eine mögliche Stabilisierung der wirtschaftlichen Bedingungen im Laufe des Jahres, wobei sich das Wachstum 2019/2020 voraussichtlich verlangsamen, jedoch über dem Potenzial liegen sollte. In den Schwellenländern sieht das Bild etwas uneinheitlicher aus, wobei von einigen Ländern erwartet wird, dass sich das Wachstum verlangsamen wird (China), es gibt aber auch positive Entwicklungen (z. B. Indonesien). Insgesamt sehen wir nach wie vor ein günstiges wirtschaftliches Szenario, wobei Handelsstreitigkeiten und geopolitische Faktoren die Hauptrisiken sind, die überwacht werden müssen.

 2. Pausiert die Fed oder setzt sie die Zinserhöhungen fort? 

Wir teilen nicht die Ansicht mancher, dass die Fed von nun an trotz verschärfter finanzieller Bedingungen die Zinsen unverändert belassen wird, da der Lohndruck nicht nachgelassen hat und die Glaubwürdigkeit der Fed beeinträchtigt wäre, wenn der Markt die Zurückhaltung als Resultat der jüngsten politischen Einmischung interpretieren würde. Auf der anderen Seite glauben wir, dass die Fed ihre Bestrebungen für eine Straffung der Geldpolitik zurücknehmen wird, da sich bereits höhere Zinssätze auf die Unternehmensgewinne auswirken und die finanziellen Bedingungen restriktiver sind. Die Maßnahmen der Fed werden auch Konsequenzen für andere Zentralbanken haben. Für die EZB wird es schwieriger sein, die Zinssätze anzuheben, wenn die Fed ihre geldpolitischen Straffungen aufhebt. Wir sehen in der Eurozone 2019/20 keine Normalisierung der Zinssätze. In den Schwellenländern könnten einige Zentralbanken, die sich 2018 in eine restriktive Haltung begeben haben, angesichts der nachlassenden Inflationsbedingungen und des geringeren Drucks auf ihre Währungen neutraler / lockerer werden.

3. Emerging Markets: perfekter Sturm oder Erholung?

Emerging Markets spürten Gegenwind von mehreren Seiten – höhere US-Zinsen, den starken USD und idiosynkratische (auf einzelne Märkte / Themen bezogene) Geschichten. Der Ausblick könnte sich im ersten Halbjahr stabilisieren und sich im Zuge einer eher zurückhaltenden Fed weiter verbessern. Unser zentrales Szenario sieht eine sanfte Landung in China angesichts des politischen Spielraums als erreichbar an. Idiosynkratische Faktoren (vor allem in Lateinamerika) und die globalen Handelsaussichten werden entscheidend sein. Alles in allem glauben wir, dass das globale Risiko immer noch asymmetrisch ist, da sich der Prozess der Anpassung der Wachstumserwartungen und der damit verbundenen Anpassungen der Risikoprämien vollzieht, was zu einer allgemeinen Wiederherstellung von Value führt. Diese Wiederherstellung von Value und die fortschreitende positive Ausrichtung des Umfelds (gemäßigterer Pfad bei US-Zinssätzen, Höhe des Dollars, langsameres US-Wachstum) sind jedoch ein gutes Zeichen für ein progressives Engagement in Schwellenländern.

Wir empfehlen daher, mit einem vorsichtigen Ansatz in Bezug auf Risikoaktiva in das Jahr zu starten und alle Chancen zu nutzen, die sich aus der aktuellen Neubewertung ergeben. In den Schwellenländern schlagen wir vor, in kleinen Schritten einzusteigen, während bei den Industriestaaten mit fortschreitendem Zyklus der Fokus auf qualitativ hochwertigere Vermögenswerte gerichtet werden könnte, um „overcrowded“ / überschuldete Vermögenswerte und weniger liquide Marktbereiche zu vermeiden. Bei festverzinslichen Anlagen sollten Anleger die Duration der USA neutral halten, um die allgemeine Volatilität der Märkte zu mildern. Bei Unternehmensanleihen könnte die jüngste Spread-Ausweitung neue Chancen eröffnen, jedoch mit einem selektiven Ansatz, da die Verschärfung der Finanzbedingungen, der Refinanzierungsbedarf und die hohe Verschuldung vieler Unternehmen diese Anlageklasse anfällig machen. Langfristige Anleger sollten sich in einer volatileren Welt auf die Fundamentaldaten konzentrieren, um Vermögenswerte mit Value zu finden.

Das gesamte Dokument in der englischen Originalversion finden Sie im Amundi Research Center*

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