Amundi CIO Views – Februar 2019: Mit Mut und Disziplin ins Jahr 2019 starten

Donnerstag, 31. Januar 2019

Märkte

In den aktuellen „Global Investment Views – February 2019“
präsentieren Pascal Blanqué (Group Chief Investment Officer)
und Vincent Mortier (Deputy Group Chief Investment Officer)
ihre aktuellen Einschätzungen der globalen Wirtschaft, der wichtigsten Wirtschaftsräume und der Investmentchancen.

Key Takeaways:

Nach einem schwierigen Dezember, der zu starken Kursrückgängen führte, erholten sich die „Risky Assets“ in den ersten Wochen des Jahres, gestützt durch eine marktfreundliche Wende der Fed-Rhetorik und einen verstärkten Optimismus bei den Handelsgesprächen. Da sich die aktuellen Gründe zum Optimismus bestätigen sollten, halten wir es für an der Zeit, die Bereiche der „Risky Assets“, in denen die Korrektur Chancen auf Wertsteigerungen gebracht hat, vor allem in den Emerging Markets, neu zu betrachten. Aus unserer Sicht sollten die Anleger mit einem disziplinierten Ansatz in das Jahr 2019 starten, aber auch den Mut haben, auf der Suche nach Chancen auf langfristige Wertsteigerungen über kurzfristige Turbulenzen hinauszublicken. Folgende vier Bereiche sollte man beobachten:

  • Konjunkturausblick: Die Anzeichen einer leichten Verlangsamung des globalen Wachstums sind sichtbar. Wir haben unsere Erwartungen für das US-Wachstum für 2019 und 2020 gesenkt, gegebenenfalls sind weitere Änderungen möglich. Wir rechnen jedoch nicht mit einer Rezession (zumindest für die nächsten 18 Monate) und die boomenden Arbeitsmärkte dürften den privaten Konsum weiter stützen. Die EU-Wirtschaft sollte sich zwar verlangsamen, aber robust bleiben, unterstützt durch eine lockere Geldpolitik und einige fiskalische Lockerungen (erkennbar in Deutschland, Frankreich und Italien, aus verschiedenen Gründen). Chinas Soft Landing ist bisher gut gelungen, mit einer sehr proaktiven Politik der Regierung. Das Wachstum der Schwellenländer zeigt Anzeichen einer Stabilisierung (wenn auch mit unterschiedlichen Entwicklungen der einzelnen Märkte). Dennoch ist aus unserer Sicht das globale Wachstum mit Abwärtsrisiken behaftet und der von einer gemäßigteren Fed-Rhetorik alarmierte Markt wird die Frühindikatoren (z. B. PMIs - enttäuschend) genau beobachten, bevor das Risiko einer Rezession aus dem Radar genommen wird.
  • Fed-Politik: Die Kommunikationsstrategie der Fed scheint nun stärker die Volatilität an den Märkten zu berücksichtigen. Da die Fed den voreingestellten Pfad ihrer Politik verlässt und den Straffungsprozess der Geldpolitik voraussichtlich im ersten Halbjahr beenden wird (wir erwarten jetzt eine Erhöhung im Jahr 2019), scheint der Aufwärtsdruck auf die Zinssätze zu schwinden und die Vorstellung einer versiegenden Notenbankliquidität könnte weniger besorgniserregend sein als zum Jahresende befürchtet.
  • Unternehmensgewinne: Diese könnten Gegenwind für „Risky Assets“ bedeuten. Nach einem starken Anstieg in den letzten zwei Jahren wird erwartet, dass das EPS-Wachstum (Gewinn je Aktie) 2019 aufgrund der Verlangsamung des globalen BIP-Wachstums, schwächer werdender Auswirkungen der US-Steuerreform, rückläufiger Beiträge aus dem Öl und Rohstoff-Sektor sowie steigender Arbeitskosten stark zurückgehen wird. Die meisten schlechten Nachrichten scheinen jedoch bereits eingepreist zu sein, was durch die eher verhaltenen Reaktionen auf negative Nachrichten bestätigt wird.
  • Handelsstreitigkeiten: Fortschritte bei den Handelsgesprächen sind entscheidend. Die Richtung der Zusammenarbeit scheint klarer zu sein, ermutigt durch die schwächere wirtschaftliche Aktivität in China, die zu Spillover-Effekten in den USA führen. Damit entsteht Druck auf die Staats- und Regierungschefs, nach Lösungen zu suchen. Die Märkte benötigen jedoch konkrete Maßnahmen, bevor sie das niedrigere Handelsrisiko einpreisen.

Darüber hinaus bleiben wir dabei, sehr genau auf die strukturellen Schwächen des gegenwärtigen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Rahmens zu achten. Langfristige Herausforderungen bleiben bestehen: die Beziehung zwischen China und den USA; die heikle Phase des chinesischen Soft Landing; wenig Spielraum der Notenbanken in den Industrieländern zur Bekämpfung von Rezessionen; globale Verschuldung auf explodierendem Niveau; globale Wachstumsmotoren verlieren an Kraft; steigende Ungleichheiten: Jeder dieser Faktoren – und erst recht in Kombination mit anderen – ist ein Rezept für soziale Unruhen. Das letzte Jahr war von einer Abfolge von Rückgängen der Bewertungen von Assetklassen geprägt: Zunächst EM, dann EU-Aktien und zum Schluss US-Aktien und Unternehmensanleihen der Industrieländer. Wir nähern uns jetzt einer neuen Sequenz, in der einige Assetklassen ihren Tiefpunkt erreichen werden (beginnend mit EM), während andere noch einige weitere Bewertungs- oder Liquiditätsprobleme haben können (Titel mit niedriger Bonität). Unserer Ansicht nach sollten Anleger, die robuste Portfolios aufbauen möchten, die Liquiditätspuffer erhöhen, sich auf die Bewertungen konzentrieren und die Anlageklassen identifizieren, die interessante Einstiegspunkte bieten könnten, um eine gewisse Risikoexposition in der Vermögensallokation aufzubauen.

Die vollständige Publikation „Amundi Global Investment Views – February 2019 “ in der englischen Originalfassung finden Sie im   Amundi Research Center*

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In den aktuellen „Global Investment Views – February 2019“ präsentieren Pascal Blanqué (Group Chief Investment Officer) und Vincent Mortier (Deputy Group Chief Investment Officer) ihre aktuellen Einschätzungen der globalen Wirtschaft, der wichtigsten Wirtschaftsräume und der Investmentchancen.